Alexander Schiebel
Geschrieben von Christian 23. Januar 2008 17:39Uhr in People
Kein Getränk der Welt hat jemals so viel Aufsehen erregt, wie Absinth. Über 200 Jahre hält der Mythos über die einstige Edel- Spirituose bereits an. Nach langem Verbot gehört die „Medizin der Sinne” heute längst zum Kult. Auch in der Lausitz gibt es jede Menge Anhänger. Das haben wir wohl nicht zuletzt dem Bautzener Alexander Schiebel zu verdanken. Der 33-jährige betreibt seit über drei Jahren auf der Goschwitzstrasse eine der ersten Absinthbars in ganz Deutschland - die „Absinth Lounge”.
Am Tage Eiscafebar, am Abend Absinthbar ansonsten unverwechselbar!
Alex ist auch bekannt als sogenannter „Eisdealer”. Seit über 10 Jahren schlecken Groß und Klein seine selbst hergestellten Softley Softeis -Kreationen. Etwas später im Dezember 2003 reihte sich die Absinth Lounge mit ganz eigenem und außergewöhnlichem Ambiente in das Konzept mit ein. Mittlerweile hat sich hier einiges getan. Das Lokal erstrahlt ganz frisch im neuen „Grüne Fee” -Look und zeigt eine kleine Absinthausstellung. Außerdem schmücken stets skurrile und kunstvolle Bilder von regionalen Malern und Fotografen die Wände und diverse kulturelle Kleinveranstaltungen beleben das Bautzener Nachttreiben.
„Absintheur” der Lausitz
Etwa 100 Sorten aus aller Welt kann man in der Absinth Lounge genüsslich in den verschiedensten Ritualen verzehren. Ob pur, auf Eis, flambiert mit oder ohne Zucker oder gar im Cocktail, der Wermut- Likör ist vielfältig genießbar. „Klassisch schmeckt’ s am Besten”, empfiehlt uns Alex. Seitdem ihn die Geburtstagsbowle eines Freundes inspirierte, beschäftigt sich der gelernte Koch ausgiebig mit dem Thema „Absinth”. Man kann schon behaupten, Alex zählt zu den Experten schlechthin in der Absinth-Szene. Und da der gelernte Koch eh gern selbst Hand anlegt und eigene Leckereien kreiert, gibt’s nicht nur selbstgemachtes Eis, Fruchtspieße und Paninis sondern auch diverse Absinthspezialitäten als Präsent zum Mitnehmen. Die Sensation des Jahres steht aber noch bevor. Derzeit lässt Alex ganz stilecht in einer der Schweizer Absinth -Distillen den ersten Lausitzer Absinth brennen. Natürlich wird dieser nach eigenem Rezept mit heimischen Kräutern aus Oberlausitzer Gärten angerichtet. Mitte des Jahres sollen dann die ersten 50 Liter abgefüllt in Flaschen mit eigenem Design als Hausmarke und zum Verkauf angeboten werden.
Ein Zaubertrank
Für die Rezeptur wird hauptsächlich hochprozentiger Alkohol und Wermutkraut verwendet. Dazu mischt man diverse Heilkräuter, wie Anis, Melisse, Koriander, Fenchel, Kamille oder gar Spinat. Dadurch hat die Mixtur einen hohen Gehalt an ätherischen Ölen, zählt zu den Likören. Darunter das sogenannte Thujon. Mediziner sprechen hierbei von einem Nervengift. Üblicherweise ist Absinth von smaragd- grüner Farbe und schmeckt ausgesprochen bitter. Deshalb wird es in der Regel verdünnt mit Wasser unter der Zugabe von Zucker genossen. Die Wirkung: stimmungsaufhellend, euphorisierend, belebt Geist und Sinne!
Mehr hat uns Alex natürlich nicht verraten. Das Lausitzer Rezept bleibt Betriebsgeheimnis, darf aber im kommenden Sommer verkostet werden. Wir finden Alexander Schiebel ist mit seiner Bar und seinen Eigenkreationen ein Macher der Lausitz!
geöffnet ist tägl ab 12.00 Uhr - open end
Internet
Telefon: 03591. 40727
www.softleysofteis.de
www.absinth-lounge.de
Erschienen in der Ausgabe Lausitz 02/07
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Tags: Bar, Bautzen, People
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