Daniel Stefanik

kalender Geschrieben von Christian 17. Dezember 2007 17:14Uhr in Highlights, Interview kalender 2 Kommentare

Daniel StefanikDaniel Stefanik lebt und liebt den deepen elektronischen Sound. Durch Mixtapes, Undergroundpartys und Vatis guten alten RFT- Schallplattenspieler samt Plattensammlung beschäftigte er sich Anfang der 90er Jahre intensiv mit Musik, Technik und Techno auf Vinyl. Besonders angetan hatte es ihm damals der dark industrielle Sound wie von Front242 und die Detroit- Bewegung. Das Fieber hatte ihn so sehr gepackt, das er erste eigene Partys und Gehversuche als DJ in seiner Heimatstadt Großenhain unternahm. Dann siedelte er nach Dresden über, war Stammkunde im Hardwax Recordstore und verbrachte seine Nächte gern in den Techno Clubs auf Strasse E. Als sich die Szene hier nach und nach zerschlug, suchte Stefanik nach neuen Herausforderungen. Und so nahm die kleine Erfolgsstory ihren Lauf. Heute ist er 27 Jahre alt, lebt und studiert in Leipzig und bereist als DJ die Club-Welt. In der Messestadt betreibt er sein eigenes Label, ein Netlabel und produziert fleißig neue Scheiben unter anderem für das international sehr erfolgreiche Leipziger Plattenlabel Moon Harbour oder Mobilee, dem Berliner Label von Radio Fritz-Moderatorin und DJ Anja Schneider. Am 22. Dezember könnt ihr Daniel Stefanik im Kesselhaus Singwitz erleben. Freut euch drauf, denn er zählt definitiv zu den DJs, die es verstehen ordentlich hinterm Pult abzugehen und zu tanzen. „Eine gute Platte muss mich kicken und packen!”, so beschreibt er es selbst! Es steht euch auf jeden Fall ein grooviger und musikalisch hochqualitativer Abend bevor!

Insomnia.mag sprach im Vorab mit dem eigentlich etwas öffentlichkeitsscheuen, ganz sympathischen und dann doch sehr gesprächigen DJ und Produzenten über seine Entwicklung, seine Arbeit und die Musik. Hier unser Gesprächsticker:

Daniel StefanikDu bist DJ seit?
1994, da habe ich angefangen Platten zu kaufen und aufzulegen

Wer und was hat dich musikalisch beeinflusst?
Ich bin schon früh zur Musikschule gegangen, 8 Jahre lang. Ich habe Schlagzeug und Keyboard gespielt. Natürlich war die Plattensammlung von meinem Vater auch ganz wichtig. Ich stöberte schon damals immer in seiner Sammlung, darunter waren Scheiben von Pink Floyd, Depeche Mode, Rolling Stones und viele alte grovvige Platten. Später prägten mich dann diverse Underground-und Technopartys. „Underground Resistance” , jeff Mills, halt der Detroit-Sound war genau mein Ding.

Erste gekaufte Platte?
Sven Väth „The beauty and the beast” (auf Eye Q erschienen)

Dein Style heute?
Genre übergreifend, Chicago House, Detroit, Minimal, alles was mich kickt und packt!

Dein Job?
Für die nächsten 1/ 2 Jahre bin ich noch Student für Informatik an der HTWK Leipzig und sonst bin ich natürlich Musiker und DJ.

Wie wichtig sind dir Plattenläden?
Sehr wichtig! Ich brauche auf jeden Fall den Kontakt zum Plattenladen. Zu meinen Favoriten zählen das „Hardwax” in Berlin, das „Freebase” in Frankfurt/ Main und das „Freezone” in Leipzig. Ich zähle da wohl zur alten Schule. Ich muss in meiner Plattenkiste wühlen und dazu tanzen können! Es gibt mir nichts in einen Computer rein zu starren und was von der Festplatte runter zu spielen, das würde mich vom Tanzen abhalten, aber ohne dem macht’s keinen Spaß!

Deine Tools am Set?
Ich benutze lediglich einen Sampler, sonst zählt nur die Musik und Kreativität.

Daniel StefanikDeine Labelarbeit?
Also Moon Harbour ist das Label von Mathias Tanzmann. Darauf veröffentlichen wir gemeinsame Tracks oder Stücken von mir, die mehr auf die breitere Maße ausgelegt sind. Cargo Edition ist mein eigenes Label, wo man dann schon etwas spezielleren und techno-orientierten Sound zu hören bekommt. Dann gibt’s noch das Netlabel Instabil, eine Plattform für ruhigere und experimentelle Sachen.

Was bedeutet dir die Musik?
Sie ist meine Ausdrucksform, Lebensinhalt und Philosophie. Ich habe tausend Sachen im Kopf und es passiert ganz automatisch. Ich arbeite an so vielen elektronischen Projekten, so das es nie langweilig wird. Ich bin mit Leib und Seele Musiker.

Mit welchen Musikprogrammen arbeitest Du?
mit Ableton Live und Reaktor/NI

Was hältst du von Communitys wie MySpace?
Also man sollte den ganzen Spaß mit einem zugeknöpften Auge betrachten. Für mich ist es ein Buisness-Tool. Mit meinen richtigen und privaten Freunden kann ich mich auch so treffen, da brauche ich kein MySpace.

Lieblingsclub in Leipzig?
Distillery

Wie siehst du die Szene heute?
Ich finde sie wieder richtig interessant. Hier in Leipzig bin ich auch sehr glücklich über die Entwicklung. Und wir sind noch lange nicht am Ende angelangt, ich denke es wird immer weiter gehen. Die Rolling Stones werden doch auch heute noch geliebt, warum soll das bei elektronischer Musik anders sein. Ich freue mich auch schon riesig auf den Sommer!

Facts – die bekanntesten Releases

tanzmann & stefanik – them people – mhr 012
tanzmann & stefanik – like shrubbery? – mhr018
daniel stefanik – move me – moon harbour 020
daniel stefanik – the bells – mobilee 005 plus
matthias tanzmann – anyway (tanzmann & stefanik rmx)
tanzmann & stefanik – basic needs (mhr027)
pan pot und stefanik- split ep (mobilee)
tanzmann & stefanik-ep (dessous)
daniel stefanik- window smasher (cargo edition1)
stefanik & tasnadi- borderline ep (cargo edition3)

Infos

www.moonharbour.de, www.cargoedition.com, www.instabil.org, www.myspace.com/danielstefanik

Booking

www.booking.quaas.org

Pleasure Unit 8

Pleasure Unit 8So, hier sind wir wieder. Dettmann fand’s gut letztens und wir auch. Eine Kesselhaus-Sause kann man aber dieses Jahr noch vertragen, wa?!
Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da, die Nacht ist da, dass was passiert. Die Nacht, die man im Tanz verbracht, bedeutet Zufriedenheit, Einheit und Vergnügen. Pleasure Unit, das alljährlich intensive Vorweihnachtsprogramm am Rande des kreativen Wahnsinns, jährt sich nunmehr zum 8. Mal. Am 22.12. wird das Fest der Liebe einfach vorgefeiert, mit alten und mit neuen Freunden. Geschenke sind dabei egal. Den Abend im Kreise Deiner Lieben umrahmt musikalisch Herr Daniel Stefanik, Tanzmann’s rechte Hand, ein netter Mensch und DJ, der Skills hat und weiß, was er tut. Annähernd perfektes Mixing durch die Höhen und Tiefen elekronischer Musik zeichnen ihn aus. Dieser Mann braucht keine Maskerade, er überzeugt durch Charisma. Da möchte ich den Schlieb zitieren: “Minimal, Maximal, Piepegal!”. Word Up! Die Görlitzer Microbodies entsenden anlässlich dessen im Rahmen der Clubfreundschaft ebenso eine Delegation. Das wird lustig. Echte Menschen kann man auch, äh, im Keller des Kesselhauses, der Höhle des Löwen, antreffen. Zu bestaunen gibt es hier eine unnachahmbare Symbiose aus Architektur, Licht, Schreien, zappelnden Leibern, Nebel und trockenen Bässen, welche konstant in Deine Magengrube treten. Wer macht denn sowas? Achso. Der Suart Suart Six kommt extra aus Österreich, um Euch deftigen Hardtech zwischen die Ohren zu schleudern. Kennste nicht? Du wirst ihn noch kennenlernen. TSN, SBI und, er ist das erste Mal in Singe, Steven Cock treten nochmal ordentlich nach. Das ist nichts für weiche Gemüter, aber fröhlich. Wer sich lieber ausruhen möchte, nimmt Platz auf dem fliegenden Klangteppich des symphatischen Glatzkopfes Trique. Wenn er einen von den leckeren Cuba Libre zuviel getrunken hat, kann ihm ja der Pfadfinder einen Weg weisen. Da fehlst nur noch Du, aber denk daran: Leben, Liebe, Leidenschaft!

www.intensivcrew.de


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2 Antworten to “Daniel Stefanik”

  1. Insomnia-mag » Marcel Schwonnek & Thomas Franke vom Nostromo Club Görlitz schrieb:

    [...] Interview mit Daniel Stefanik Interview mit Housemeister Interview mit Gregor Tresher Spotlight [...]

  2. Insomnia-mag » SonneMondSterne 2010 Lineup komplett! schrieb:

    [...] // Illiaro Alicante // Breakfastklub // Hanson & Schrempf // Reche & Recall // Gunjah // Daniel Stefanik // Kratzer // The Cheapers live // DJ Tease // DJ Racoon // Shimon // DJ Kyrell // Minuspol aka Gor [...]

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